| Fachkräftemangel in Deutschland | |
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Offene Stellen in der deutschen Wirtschaft können von einem Drittel der Unternehmen derzeit nicht oder zumindest teilweise nicht besetzt werden. Industrieunternehmen sind mit Abstand die größten Leidtragenden dieses Problems. Aber auch die Dienstleistungsindustrie und dort besonders Zeitarbeitsunternehmen werden im Wachstum durch den Mangel an gut ausgebildetem Personal behindert. Die deutsche Wirtschaft ist Exportweltmeister doch knapp über 60 Prozent der Maschinenbauer, die besonders kräftig exportieren, können Anfang des Jahres 2008 offene Stellen nicht besetzen. Auch hier wirkt sich der Fachkräftemangel als echter Wachstumshemmschuh aus. Passende Bewerbern in technischen Berufen, unabhängig von deren Qualifikationsniveau zu finden, ist für viele Unternehmen wie die sprichwörtliche Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Dabei werden derzeit häufig Absolventen der beruflichen Aus- und Weiterbildung sogar noch stärker nachgefragt, als Kandidaten mit einem höheren akademischem Abschluss, wie Universität oder Fachhochschule. Um einen zukünftigem Fachkräftemangel zu begegnen, setzt die Wirtschaft auf bekannte Rezepte. So versuchen viele Unternehmen den eigenen Nachwuchs durch mehr Aus- und Weiterbildung heranzuziehen. Erstaunlich ist in diesem Zusammenhang aber die in der Wirtschaftspolitik oft beklagte Tatsache, das viele Bewerber zu Beginn eines Ausbildungsjahres noch über keine Stelle verfügen. Eine weitere Strategie besteht darin vermehrt das Potenzial älterer Erwerbspersonen für die Wirtschaft zu nutzen. Bei immer mehr Unternehmen kommt es so zu einem Perspektivwechsel. Ältere Arbeitnehmer noch vor nicht allzu langer Zeit als Belastung empfunden werden heute zur wichtigen Ressource für das künftige Wachstum eines Unternehmens. Einige Unternehmen setzen auch vermehrt auf eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Auch hier liegen ungenutzte Potentiale. Weniger stark suchen Unternehmen aktiv auf ausländischen Arbeitsmärkten nach neuen Arbeitnehmern. Jüngste politische Fehlschläge in diesem Bereich scheinen auch die Unternehmensstrategien nachhaltig zu beeinflussen. | |
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